Peter Franzen

 

 

 

 

 

 

 

Elf Freunde müsst ihr sein...

 

 

 

 

 

 

 

Foto: Ralf Schallmo (100 Jahrfeier VfL Rheingold Poll 03.06.2012)

               1933 - 2015

Die Trainerlegende 

Bürgermeisterin Elfi Scho Antwerpes ehrt P. Franzen; Bild: VfL
Bürgermeisterin Elfi Scho Antwerpes ehrt P. Franzen; Bild: VfL

Das Lebensmotto von Peter Franzen steht schon in der Überschrift. Danach hat er gelebt und mehrere Poller Fußballgenerationen geprägt. Schon seit frühester Jugend spielte Peter Franzen im VfL Fußball. Dort vertrat er den VfLPoll in mehreren Jugend-Auswahlmannschaften. Als im Jahr 1955 der DJK Rheingold Poll wieder neu gegründet wurde, wechselte Peter zum neuen Poller Verein.

 

Sofort erlangte Peter den Status eines Stammspielers. Von Statur und Körpergröße war er der Spielertyp, wie wir ihn heute nicht mehr kennen. Klein, schnell und trickreich als Rechtsaußen immer an der Außenbahn entlang. Vergleichbare Spielertypen waren seinerzeit der für Schalke und Dortmund spielende Reinhard Libuda und der englische Nationalspieler Stan Matthews.

 

Auch dank seiner hervorragenden Dribbelkünste schaffte die DJK 1957 den Sprung in die nächst höhere Spielklasse. Doch mit des Geschickes Mächten ist kein ewiger Bund zu flechten. Das musste dann auch schmerzhaft unser Dribbelkünstler erfahren. Eine schwere Beinverletzung unterbrach zunächst seine Fußballlaufbahn. Versuche wieder die alte Leistungsstärke zu erreichen, gelangen ihm nicht mehr.

 

Bereits während seiner aktiven Zeit engagierte er sich als Trainer im Jugendbereich. Nach bestandenem Trainerlehrgang formte er jetzt die Poller Jugend. Mit vielen weiteren Helfern in der Jugendabteilung wurde die Jugend das Aushängeschild vom Verein.

 

Als dann im Jahr 1969 der Poller Trainer Philipp Römgens sein Traineramt niederlegte, wurde Peter Franzen neuer Trainer der ersten Mannschaft. Die Mannschaft, die er übernahm, war bedenklich nahe an die Abstiegsplätze herangekommen, doch mit großem Einsatz und Leidenschaft erreichte die Mannschaft noch einen guten Mittelplatz.

 

Die folgende Spielzeit wurde dann die erfolgreichste Saison seiner Trainerlaufbahn. Die spannende Saison wurde mit dem Aufstieg in die erste Kreisklasse belohnt.

 

Nebenbei trainierte er auch noch die Damenmannschaft und spielte außerdem selbst bei den „Alten Herren“ mit.

Anfang der 1980er Jahre ließ seine Gesundheit weitere sportliche Aktivitäten nicht mehr zu. Seine Aktivitäten verlegte er an den Spielfeldrand. Emotional und lautstark feuerte er die nun ohne ihn spielende AH immer wieder an. Sein Gesundheitszustand verschlechterte sich 2013 dramatisch. Die Sorge war nicht unberechtigt.

2014 erklang für ihn zum letzten Mal sein Lieblingslied "Kalinka moja".

 

Ein großer Trainer, ein großes Vorbild, ein großer Charakter ...

 

Peter Franzen



Spielszenen


Bilder: R. Madrzack

Spielszenen aus dem Spiel gegen Vingst, etwa 1980.  Im Hintergrund kann man erkennen, wie sich die Sportanlage verändert hat.


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