Frieden

 

Martin Luther King:

 

Ich habe einen Traum

 

I have a Dream

 

Ich sage euch: trotz der Schwierigkeiten, die sich heute und auch morgen vor uns türmen, habe ich noch einen Traum. Ich habe den Traum, dass sich diese Nation eines Tages erhebt, dass sie den wahren Sinn ihres Credo in ihrem Leben verwirklichen wird, das Credo, das da lautet: wir halten es für offenbar, dass alle Menschen gleich geschaffen sind.

 

Ich habe den Traum, dass eines Tages die Söhne der früheren Sklaven und die Söhne der früheren Sklavenhalter auf den roten Hügeln Georgias bereit sein werden, sich gemeinsam am Tisch der Brüderlichkeit niederzulassen.

 

Ich habe den Traum, dass sich eines Tages selbst der Staat Mississippi, welcher noch in der Hitze der Unterdrückung schmachtet, in eine Oase der Freiheit und Gerechtigkeit verwandelt.

 

Ich habe den Traum, dass meine vier kleinen Kinder eines Tages in einer Nation leben, in der sie nicht nach der Farbe ihrer Haut, sondern nach dem Gehalt ihrer Gesinnungen beurteilt werden. Ich habe den Traum heute!

 

Ich habe den Traum, dass eines Tages in Alabama mit seinen bösartigen Rassisten, mit seinem Gouverneur, von dessen Lippen Worte wie Intervention und Annullierung der Rassenintegration triefen, dass eines Tages genau dort in Alabama kleine schwarze Jungen und Mädchen die Hände schütteln mit kleinen weißen Jungen und Mädchen als Brüdern und Schwestern.

 

Ich habe den Traum, dass eines Tages jedes Tal erhöht, jeder Berg und Hügel abgetragen werden, alle Unebenheiten geebnet, alles Gewundene begradigt wird. Und die Herrlichkeit des Herrn wird offenbar werden, und alles Fleisch wird es sehen.

 

Das ist unsere Hoffnung. Mit diesem Glauben kehre ich in den Süden zurück. Mit diesem Glauben sind wir imstande, aus den Bergen der Verzweiflung den Stein der Hoffnung zu hauen. Mit diesen Glauben werden wir fähig sein, aus dem Berg der Verzweiflung einen Stein der Hoffnung zu hauen. Mit diesem Glauben werden wir fähig sein, die schrillen Missklänge in unserer Nation in eine wunderbare Symphonie der Brüderlichkeit zu verwandeln.

 


Wenn man Frieden will, muss man immer der sein, der zuerst die Hand reicht.

                                                                                                                                               Yitzak Rabin


Kein Mensch ist geboren, um Krieg zu führen

                                                           unbekannt


Es gibt nichts auf der Welt, was einen Krieg rechtfertigt.

                                                                                 Hans Helmut Kirst

 

Sagt der Gefreite Asch zu seinem Vorgesetzten.

Aus dem Roman "08/15", 2. Teil


Sag mir, wo die Blumen sind

Dieses Lied wurde durch Marlene Dietrich weltberühmt

1

Sag mir, wo die Blumen sind,

wo sind sie geblieben?
Sag mir, wo die Blumen sind,
was ist geschehen?
Sag mir, wo die Blumen sind,
Mädchen pflückten sie geschwind.

 

Wann wird man je verstehn,
wann wird man je verstehn?

 

2

Sag mir, wo die Mädchen sind,
wo sind sie geblieben?
Sag mir, wo die Mädchen sind,
was ist geschehen?
Sag mir, wo die Mädchen sind,
Männer nahmen sie geschwind.

 

Wann wird man je verstehn,
wann wird man je verstehn?

 

3

Sag mir, wo die Männer sind,
wo sind sie geblieben?
Sag mir, wo die Männer sind,
was ist geschehn?
Sag mir, wo die Männer sind,
zogen fort der Krieg beginnt.

 

Wann wird man je verstehn,
wann wird man je verstehn?

4

Sag mir, wo die Soldaten sind,
wo sind sie geblieben?
Sag mir wo die Soldaten sind,
was ist geschehen?
Sag mir, wo die Soldaten sind,
über Gräber weht der Wind.

 

Wann wird man je verstehn,

wann wird man je verstehn?

 

5

Sag mir, wo die Gräber sind,
wo sind sie geblieben?
Sag mir, wo die Gräber sind,
was ist geschehen?
Sag mir, wo die Gräber sind,
Blumen blühen im Sommerwind.

 

Wann wird man je verstehn,
wann wird man je verstehn?

 

6

Sag mir, wo die Blumen sind,
wo sind sie geblieben?
Sag mir, wo die Blumen sind,
was ist geschehen?
Sag mir, wo die Blumen sind,
Mädchen pflückten sie geschwind.

 

Wann wird man je verstehn,
wann wird man je verstehn


Das Video, eindringlich gesungen von Marlene Dietrich, ist sehens- und hörenswert (youtube). 


Imagine

 

Stell dir vor, es gibt kein Himmelreich, versuch's, es ist leicht. Keine Hölle unter uns, über uns nur Himmel.

 

Stell dir vor, alle Menschen leben für das "Heute".

 

Stell dir vor, es gibt keine Länder, es ist nicht schwer zu tun. Nichts wofür man morden oder sterben müsste und auch keine Religion.

 

Stell dir vor, alle Menschen leben in Frieden.

 

 

Du magst vielleicht sagen ich bin ein Träumer, aber ich bin nicht der Einzige. Ich hoffe, du wirst dich eines Tages uns anschließen und die Welt wird eins sein.

 

Stell dir vor, es gibt keinen Besitz, ich frag mich, ob du das kannst. Keine Not wegen Gier und Hunger alle Menschen wären Brüder.

 

Stell dir vor, alle Menschen teilen sich die Welt.

 

Du magst vielleicht...

 

                                                           John Lennon

 


Ein letzter Gruß

Poll
Köln-Poll, Schule / Bild: Hein/Rich

Diese Ansichtskarte ging am 3.4.1940 an die Kriegsfront. Der Empfänger starb kurz vor Kriegsende.


Gegen den Krieg

Erich Maria Remarque

Soll ich euch sagen, wie man Handgranaten abreißt und gegen Menschen wirft? Soll ich euch zeigen, wie man jemand mit einem Seitengewehr ersticht, mit einem Kolben erschlägt, mit einem Spaten abschlachtet? Soll ich euch vormachen, wie man einen Gewehrlauf gegen ein so unbegreifliches Wunder wie eine atmende Brust, eine pulsierende Lunge, ein lebendiges Herz richtet? Soll ich euch erzählen , was eine Tetanuslähmung, ein zerrissenes Rückenmark, eine abgerissene Schädeldecke ist? Soll ich euch beschreiben, wie herumspritzendes Gehirn, wie zerfetzte Knochen, wie herausquellende Därme aussehen? Soll ich euch vormachen, wie man mit einem Bauchschuss stöhnt, mit einem Lungenschuss röchelt, mit einem Kopfschuss pfeift. Mehr weiß ich nicht! Mehr habe ich nicht gelernt!

Erich Maria Remarque

 

Der Lehrer Remarque steht resignierend im Klassenraum, als er erkennt, das die Jugend wieder mit falschen Parolen manipuliert wird.

 

Aus dem Roman "Der Weg zurück", der Nachfolgeroman von "Im Westen nichts Neues".

Erich Maria Remarque

Man kann es nicht begreifen, dass über so zerrissenen Leibern noch Menschgesichter sind, in denen das Leben seinen alltäglichen Fortgang nimmt. Und dabei ist dies nur ein einziges Lazarett, nur eine einzige Station - es gibt Hunderttausende in Deutschland, Hunderttausende in Frankreich, Hundertausende in Russland. Wie sinnlos ist alles, was je geschrieben, getan, gedacht wurde, wenn so etwas möglich ist. Es muss alles gelogen und belanglos sein, wenn die Kultur von Jahrtausenden nicht einmal verhindern konnte, dass diese Ströme von Blut vergossen wurden, dass diese Kerker der Qualen zu Hundertausenden existieren. Erst das Lazarett zeigt, was der Krieg ist.

 

Aus dem Roman "Im Westen nichts Neues"

 

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